Ü b e r    u n s


 

Der AMATEUR FILM– UND VIDEO-CLUB besteht nunmehr seit bald 70 Jahren. Am 8. März 1934 wurde er im Restaurant Hegibach als Kleinfilmclub gegründet und als Kleinfilm verstand man damals das 9,5 mm Format. Zwischen 1939 und 1945 fand das Clubleben aus verständlichen Gründen nur unregelmässig statt. Dann jedoch ging es stetig vorwärts und 1947 erhielt der Verein mit AMATEUR-FILMCLUB ZÜRICH einen neuen Namen. In dieser Zeit verlegte man das Clublokal ins Hotel Krone Unterstrasse, dem man während 30 Jahren die Treue hielt. Die Hausgraphiker Rüdisühli und Stickel entwarfen zum 25jährigen Jubiläum den heute noch als Preis beliebten Löwenkopf.

Ab 1968 erscheinen regelmässig und 10 mal im Jahr die Clubnachrichten, die unsere Mitglieder auf dem Laufenden halten und über die Termine des Clublebens informieren. Seit 1979 finden die regelmässig am 2. und 4. Dienstag im Monat durchgeführten Clubabende im Kirchgemeindehaus Neumünster im Zürcher Seefeld statt.

Während im Juni der Kurzfilmwettbewerb mit einer Begrenzung der Laufzeit von 5 Minuten und Publikumsjurierung durchgeführt wird, ist der Herbst für den grossen Clubwettbewerb reserviert. Das zum Wettbewerb eingereichte Werk sollte nicht länger als 30 Minuten sein und wird durch eine Fachjury, bestehend aus 7 Juroren, an einem separaten Vorführungstag beurteilt. Dann gelangen die so eingereichten Streifen am offiziellen Herbstwettbewerb zur Aufführung. Am traditionellen Schlussabend findet die Rangverkündigung statt. Zugleich ist aber auch Gelegenheit geboten, den persönlichen Kontakt der Mitglieder untereinander zu fördern und zu vertiefen.

Der Wandel der Zeit ist im Besonderen beim AMATEURFILM nicht spurlos vorübergegangen. In den zwanziger und dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts erregten Amateurfilmer grosses Aufsehen. Der Mann mit der Kamera war anno dazumal ein kleiner König, und seine Verwandten und Bekannten durften von einem grossen Ereignis sprechen, wenn sie ins Privatkino eingeladen wurden. Zu den Acetatformaten 16mm und 9½ mm kam in den 50 Jahren das Normal 8 Format hinzu. Anfang der 70er wurde dieses durch die Super 8 – Kassette abgelöst, welche ein einfaches Einlegen des Filmes ermöglichte und so für den Amateur äusserst praktisch war. Seit Mitte der 80er Jahre ist das Video in den vielfältigsten Formaten auf dem Vormarsch und bildet heute mit dem Mini-Digital-Video–Format eine akzeptable Lösung zur Aufführung auf grosser Leinwand.

Nicht das System und der Aufnahmeträger, sondern das erworbene Wissen, das Gefühl und die gute Idee der Filmamateure werden die zukünftigen Clubveranstaltungen im AFZ prägen. Gleichzeitig wird auch die Freude an unserem Hobby wie eh und je von den Mitgliedern unserer Gemeinschaft vielen Menschen weitervermittelt.

 


Jubiläumsschlussabend  2004

 

Der Vorstand hat sich einige Mühe gegeben, zum 70. Geburtstag des AFZ einen würdevollen Jahresschlussabend zu kredenzen. Dass so einAnlass nebst einer entsprechenden Organisation auch die nötigen Geldmittel benötigt, war allen bewusst. Etwas Bauchschmerzen machte die finanzielle Seite des Schlussabends schon. Zudem stand völlig offen, ob der Anlass von den Mitgliedern entsprechend beachtet würde. Das Resultat zeigte dann, dass wir uns völlig umsonst Sorgen gemacht hatten. Mehr als 100 Personen hatten sich angemeldet. Spontan erklärte sich die VZFA bereit, an unserem Feste teilzunehmen. In verdankenswerter Weise beteiligte sie sich am Apéro. Beizeiten öffneten sich die Türen zum Saal, wo die von ein

em Doppelmitglied gesponserte Willi Scher-Band aufspielte. Überhaupt war es ein grosses Verdienst dieser Band, dass es ein gelungener Abend wurde. Dem Sponsor sei herzlich gedankt. Er hat mit dieser grosszügigen Geste zu einem unvergesslichen Abend für beide Clubs beigetragen.

Die Gäste trudelten ein, nahmen sich ein Gläschen im Foyer und begrüssten sich gegenseitig. Eine grosse Familie war da anwesend. Jeder kannte praktisch jeden. Eine angenehme und freundschaftliche Atmosphäre herrschte vor. Pünktlich eröffnete Charly Schmid den Abend mit einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des AFZ. Nicht jedermann im Saal wusste über das Jubiläum Bescheid, weshalb er den Werdegang des Vereines kurz unter die Lupe nahm. Dann begrüsste er den Präsidenten der VZFA Max Hänsli, den Präsidenten der ZFO Alfred

Leumann und deren Ehrenpräsidenten Arthur Stocker, sowie den Präsidenten des Film- und Videoclubs Baden-Wettingen, Walter Hugentobler. Die Zürcher Oberländer Amateure überreichten dem AFZ ein kleines Präsent, war er doch bei der Gründung des Vereins Pate gestanden. VZFA - Clubpräsident Max Hänsli begrüsste die zahlreichen Anwesenden ebenfalls und gratulierte dem AFZ zu seinem Geburtstag. Aus Persien brachte er ein äusserst wertvolles Präsent mit. Einen kleinen aus Millionen von Knöpfen, bestehenden gewobenen Perserteppich aus Seide. Dieses ausserordentliche Geschenk überreichte er mit der Bitte, es als Sonderpreis für einen hervorragenden Dokumentarfilm zu verwenden. Max Hänsli wurden seine Worte, wie auch das originelle Präsent herzlich verdankt. Das knurren der Mägen übertönte die Musik noch nicht, trotzdem wurde das Essen aufgetragen. Willi Scher und seine Mannen spielten in Zweierformationen zur Mahlzeit auf. Originell und dezent, das musste man ihm lassen. Die Zuhörer und Teilnehmer dankten es den Aufspielenden

spielenden mit Applaus. Nach dem Hauptgang erfolgte die Rangverkündigung. Sie wurde von Charly Schmid recht zügig über die Bühne gebracht. Nichts ist langweiliger für Unbeteiligte, wie endlose Zahlen und nichtssagen-de Bewertungen. Alle Teilnehmer konnten nicht zufriedengestellt werden. Doch dieses Schicksal teilen auch höhere Institutionen, sei es beim Regionalen Festival, bei der SIFA oder gar beim Eurofilmfestival. Überwiegend zeigte sich die Autorenschaft zufrieden. Das Niveau war hoch gewesen und die Teilnahme am Wettbewerb zahlreich. Es war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des AFZ.

Nach der Rangverkündigung des AFZ brachte die VZFA unter der Regie von Hermann Lott die ihrige über die Bühne. Punkt 2130 Uhr konnte die Band wieder aufspielen. Dazu hatte sich inzwischen eine Sängerin gesellt, die die anwesenden Gäste begeistern konnte. Das Dessert war schnell verschlungen und dann konnte sich die ganze Gesellschaft auf der Tanzbühne vergnügen. Zuerst noch etwas zaghaft, drängten sich dann immer mehr

Personen auf das Parkett. So mancher entpuppte sich zum ausgezeichneten Tänzer und ließ seine Kollegen und Freunde staunend am Tisch zurück. Viel zu schnell ging dieser schöne Abend vorbei. Die Musik spielte zum letzten Tanz auf, man verabschiedete sich gegenseitig, war überzeugt, einen schönen Abend verbracht zu haben und konnte so zufrieden nach Hause fahren.

 

 

[nach oben]